Robert Maehl

Rechtsanwalt – Fachanwalt für Medizinrecht Schwerpunkt: Krankenhausvergütungsrecht

Avatar-Foto

Präklusion nach abschließender Kassenentscheidung: BSG stärkt Krankenhäuser bei PrüfvV-Verfahren

Mit Urteil vom 12.06.2025 hat das Bundessozialgericht klargestellt: Eine Krankenkasse ist nach ihrer abschließenden Entscheidung im Prüfverfahren grundsätzlich an die dort tatsächlich beanstandeten Prüfgegenstände gebunden. Prüfgegenstände, die zwar in der Prüfanzeige genannt, später aber nicht mehr konkret beanstandet werden, können im gerichtlichen Verfahren ausgeschlossen sein. Maßgeblich ist die Entscheidung BSG, Urteil vom 12.06.2025, B 1 […]

Präklusion nach abschließender Kassenentscheidung: BSG stärkt Krankenhäuser bei PrüfvV-Verfahren Mehr erfahren »

Nachgereichte AOP-Begründung: Krankenkasse muss Krankenhausvergütung zahlen

Ein aktuelles Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg stärkt Krankenhäuser bei der Abrechnung stationärer Behandlungen, die grundsätzlich im AOP-Katalog gelistet sind. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob ein Krankenhaus eine fallindividuelle medizinische Begründung für die stationäre Durchführung noch nach der Schlussrechnung nachreichen darf. Das Gericht bejahte dies. Die Berufung der Krankenkasse blieb ohne Erfolg. Sie muss die

Nachgereichte AOP-Begründung: Krankenkasse muss Krankenhausvergütung zahlen Mehr erfahren »

Krankenhausbehandlung oder Reha? BSG zur neuropädiatrischen Therapie

Menschen bei der Ergotherapie

Wann liegt bei einer stationären neuropädiatrischen Behandlung eine vergütungsfähige Krankenhausbehandlung vor – und wann handelt es sich dem Schwerpunkt nach um Rehabilitation? Mit dieser Frage befasste sich das Bundessozialgericht in seiner Entscheidung vom 29.10.2025, B 1 KR 11/24 R. Die Entscheidung ist für Kliniken mit Tagessatzvergütung als besondere Einrichtung besonders relevant. Sie zeigt: Die Nichterfüllung

Krankenhausbehandlung oder Reha? BSG zur neuropädiatrischen Therapie Mehr erfahren »

BSG zu OPS 8-550: Keine pauschale Kürzung von Therapiezeiten

Das Bundessozialgericht hat mit seinem Terminbericht vom 26. März 2026 in der Sache B 1 KR 5/25 R ein wichtiges Signal für die Krankenhausabrechnung gesetzt. Im Mittelpunkt stand der OPS 8-550.1 zur geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung. Die Entscheidung betrifft zwei praktisch bedeutsame Fragen: Muss der teamintegrierte Einsatz von mindestens zwei Therapiebereichen in jeder einzelnen Behandlungswoche erfolgen?

BSG zu OPS 8-550: Keine pauschale Kürzung von Therapiezeiten Mehr erfahren »

Pauschale Schweigepflichtentbindung in der Betriebsvereinbarung?

Zur Unwirksamkeit kollektivrechtlicher „Blanko-Freigaben“ gegenüber Betriebsärzten und Arbeitsmedizinern Kann eine Betriebsvereinbarung regeln, dass Betriebsärzte oder Arbeitsmediziner Gesundheitsdaten von Beschäftigten an den Arbeitgeber weitergeben dürfen? Diese Frage ist in der betrieblichen Praxis hochrelevant. Denn immer wieder wird versucht, arbeitsmedizinische Informationsflüsse durch kollektivrechtliche Regelungen zu vereinfachen. Gemeint sind Klauseln, die eine pauschale Schweigepflichtentbindung enthalten. Danach sollen Betriebsärzte

Pauschale Schweigepflichtentbindung in der Betriebsvereinbarung? Mehr erfahren »

EBM-Honorarkürzung Psychotherapie: Rechtliche Angriffspunkte und Folgen für die Versorgung

Die Absenkung der Bewertung psychotherapeutischer Leistungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab, kurz EBM, um 4,5 Prozent sorgt bundesweit für Kritik. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine typische Anpassungsentscheidung innerhalb der vertragsärztlichen Vergütung. Bei genauerem Hinsehen geht es jedoch um mehr. Betroffen sind zentrale Fragen des Vertragsarztrechts: Wie weit reicht der Gestaltungsspielraum des Bewertungsausschusses? Welche

EBM-Honorarkürzung Psychotherapie: Rechtliche Angriffspunkte und Folgen für die Versorgung Mehr erfahren »

Eine neue Dimension der Qualitätsüberprüfung: Kommunikation und Transparenz bei Veränderungen der Voraussetzungen zur Erbringung von Leistungsgruppen

Eine neue Dimension der Qualitätsüberprüfung: Kommunikation und Transparenz bei Veränderungen der Voraussetzungen zur Erbringung von Leistungsgruppen.  Die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser ist weiterhin äußerst angespannt. Nur rund ein Fünftel der Allgemeinkrankenhäuser bewertet die aktuelle wirtschaftliche Situation als gut oder sehr gut. Zugleich rechnet ein erheblicher Teil der Häuser in den kommenden Monaten mit Einschränkungen

Eine neue Dimension der Qualitätsüberprüfung: Kommunikation und Transparenz bei Veränderungen der Voraussetzungen zur Erbringung von Leistungsgruppen Mehr erfahren »

Aus Gold gewoben, doch Stückwerk geblieben – Ein Kommentar zum KHAG

Aus Gold gewoben, doch Stückwerk geblieben – Ein Kommentar zum KHAG Die Zielrichtung der Krankenhausreform ist im Ausgangspunkt kaum ernsthaft zu bestreiten. Wer Qualität sichern, hochkomplexe Leistungen stärker bündeln, Fehlanreize des reinen Fallzahlwettbewerbs zurückdrängen und die stationäre Versorgung zugleich im ländlichen Raum tragfähig halten will, arbeitet an echten Problemen des Systems und nicht an Nebelkerzen.

Aus Gold gewoben, doch Stückwerk geblieben – Ein Kommentar zum KHAG Mehr erfahren »

Das Krankenhausreform-anpassungsgesetz – KHAG und was es zu wissen gilt

Das Krankenhausreform-anpassungsgesetz – KHAG und was es zu wissen gilt Der geplante Kabinettsentwurf ist kein „Mini-Fix“, sondern eine ziemlich weitgehende Nachjustierung des KHVVG – mit mehr Spielraum für die Länder bei Leistungsgruppen, verschobenen Fristen bei Vorhaltebudget/MD-Prüfungen, geänderter Finanzierung des Transformationsfonds (weg von der GKV), neuen Kooperationsmöglichkeiten und einem Sonderregime für Länder mit eigener Leistungsgruppen-Planung. I.

Das Krankenhausreform-anpassungsgesetz – KHAG und was es zu wissen gilt Mehr erfahren »

Wachstumsanspruch bei Neugründung mit angestelltem Jungarzt: BSG-Urteil 19.07.2023, B 6 KA 22/22 R

Wachstumsanspruch bei Neugründung mit angestelltem Jungarzt: BSG-Urteil 19.07.2023, B 6 KA 22/22 R Nichtamtliche Leitsätze 1. Eine nach Ausscheiden aus einer fortbestehenden Berufsausübungsgemeinschaft neu eingerichtete Einzelpraxis kann als Neugründung im honorarrechtlichen Sinn einzuordnen sein, auch wenn der Vertragsarzt im selben Planungsbereich zugelassen bleibt. 2. Für Wachstumsmöglichkeiten in der Aufbauphase ist bei kooperativen Strukturen und bei

Wachstumsanspruch bei Neugründung mit angestelltem Jungarzt: BSG-Urteil 19.07.2023, B 6 KA 22/22 R Mehr erfahren »